Der neue Urlaubsplan steht

Nach einem Abend hatten sie ihre Reiserouten für den zweiwöchigen Urlaub grob abgesteckt. Die Kinder kamen zu den Großeltern, sodass auch zu Hause ein romantisches Gefühl der Zweisamkeit aufkommen konnte. Sternförmig vom eigenen Haus zogen die Knolls nun jeden Tag 20 bis 40 Kilometer neue Linien ins Umland. Anfangs noch etwas lustlos und wehmütig an Mallorca denkend. Doch mit jedem neuen Ausflug stieg die Vorfreude auf die nächste Tour.

Es ging sowohl zu herrlichen Wäldern mit kleinen versteckten Seen als auch zu überregional bekannten Dörfern, zu rustikalen Landgasthöfen und jungen Sterne-Köchen, auf Hügel mit wunderbarem Fernblick und zu dicht bewachsenen Flussauen. Das absolute Highlight der Knolls war aber ganz unspektakulär: ein Biergarten am Fluss im Nebenort. Fast jede Tour endete dort – allein oder gemeinsam mit Freunden, die in diesem Jahr auch zu Hause geblieben waren.

Die schönen Hotelbäder fehlen

Das einzige Manko am Stay-at-Home-Urlaub war das in die Jahre gekommene Bad der Knolls. Die Fliesen aus den frühen 1980er-Jahren waren vergilbt, die Armaturen mit einer unschönen Kalkpatina versehen. Besonders für Birgit hatten die schönen Hotelbäder jedoch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf einen gelungenen Urlaub. Die edlen Duschen, die filigranen Abtrennungen aus Glas, große Fliesen in eleganten Farben. All das gab es eben nur im Urlaub – bisher zumindest.

Als das Thema bei einem abendlichen Ausklang im Biergarten aufkam, meinte eine Freundin: „Macht es doch jetzt – ihr habt bestimmt Geld gespart durch den ausgefallenen Mallorca-Urlaub.“ Und tatsächlich, die Reisekasse war in diesem ersten Corona-Sommer deutlich voller als gewohnt.

Besuch in der Badausstellung

Am nächsten Tag legten die Knolls daher eine Pause ein und machten stattdessen einen Tagesausflug ins Internet. Birgit entdeckte viele Webseiten mit inspirierenden Bädern, Roland nickte andächtig und dachte an die ingenieurtechnischen Herausforderungen eines möglichen Umbaus. Bei der Online-Recherche stießen die Knolls auf eine Badausstellung in der Nähe. Dort ließen sich verschiedene Badstile in echt erleben. Die nächste Tagestour stand damit fest.

Nach rund zwölf Kilometern hatten die Knolls ihr Tagesziel schon erreicht – und es gab einen Aha-Moment. Unzählige Male waren sie bereits an der Badausstellung vorbeigefahren, ohne daran zu denken, diese einmal zu besuchen. Nun also die Premiere – und sie überzeugte sofort. Gemeinsam mit einem Berater flanierten die Knolls durch verschiedene Badwelten. Vorbei an minimalistisch geformten Wannen und Duschen, eleganten Armaturen und spülrandlosen WCs.

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